Ozean | Christina Felschen

Ozean | Christina Felschen

“El Niño überrascht uns nicht mehr”

veröffentlicht am 31. März 2015 in der Welternährung, der Zeitung der Welthungerhilfe, Seite 12 >>

Als das Wetter im Winter 1982 weltweit aus dem Takt geriet, staunten selbst die Klimaforscher. Erst allmählich verstand der Kieler Professor Mojib Latif, was dahinter steckt: Wenn sich das Oberflächenwasser vor der peruanischen Küste leicht erwärmt, kann das zu einer tödlichen Dürre in Ostafrika führen. Das El Niño-Phänomen wurde zu Latifs Lebensaufgabe. 2015 kündigte er das drohende Chaos sechs Monate vorher an – und half die schlimmste Katastrophe zu verhindern.

Mit aller Kraft gegen den Klimawandel

veröffentlicht im Magazin der Welthungerhilfe, 4/2015, S. 17-19 >>

Als Ärmste der Armen tragen indische Fischer kaum Schuld am Klimawandel. Doch sie sind die ersten, die mit seinen Folgen leben müssen. Als der Zyklon Aila 2009 auf die indischen Sundarbans traf, ertranken Tausende Menschen, weil sie nicht rechtzeitig gewarnt wurden. Seither bildet die Welthungerhilfe in zehn Küstendörfern Frühwarn-Gruppen aus und lehrt sie, mit den Folgen von Klimaextremen umzugehen – denn der nächste Zyklon kommt bestimmt.

Strandurlaub mit Bären – zu Fuß entlang der Lost Coast

veröffentlicht im tapir-Reiseblog,  5. Oktober 2015 >>

Wer bei Strandurlaub in Kalifornien an Malibu Beach denkt, sollte nicht herkommen. Die Lost Coast ist eher Alaska als Baywatch. Schon die Straßenbauer des Wilden Westens haben einen großen Bogen um die Küste gemacht – sie war ihnen zu steil und zerklüftet. Umso besser für uns! Und für die riesigen Seelöwenherden, Schwarzbären und Marihuana-Bauern, die hier ungestört leben.

Tsunamis – die Geister aus der Tiefsee

veröffentlicht am 15.11.2014 auf der Website der Welthungerhilfe >> und >> (English version)

Vor zehn Jahren wurde Südostasien vom tödlichsten Tsunami seit Menschengedenken überrascht. Viele Ethnien aktivierten ihre eigenen Frühwarnsysteme; jahrhundertealte Legenden halfen ihnen die Zeichen der Natur zu deuten – gerade noch rechtzeitig.

Wellen schlagen, Wogen glätten

veröffentlicht in der taz vom 12. Januar 2013 >>

Die japanische Nichtregierungsorganisation „Peace Boat“ fährt seit 1983 mit einem Schiff um den Globus. Zwei Jahre nach Fukushima suchen die Hochsee-Aktivisten an fernen Küsten nach einer Zukunft für ihr eigenes Land

Die Ästhetik des Unsichtbaren

veröffentlicht im SÜDLINK, dem Nord-Süd-Magazin von Inkota, 09/2011, S.32 >>

„Clothing“ heißt die Serie der niederländischen Fotografin Judith Quax – „Kleidung“, nichts weiter. Mehr ist ja auch nicht zu sehen auf den puristischen Fotos: Shirts und Jeans an einem verlassenen Strand. Sand und Wasser dringen in die Ärmel, blähen den Rumpf auf und nehmen langsam die Form der Körper an, die diese Kleider gerade noch trugen.

Freiheit zu verkaufen

veröffentlicht im ARTE-Magazin, April 2011 >>

Die Pioniere des 21. Jahrhunderts suchen ihr Glück nicht mehr im Wilden Westen oder auf der Route 66, sondern auf der Hohen See. „Seasteads“ heißen die schwimmenden Kolonien, auf denen der Amerikanische Traum noch möglich scheint.

Die letzten Tage der Sundarbans

veröffentlicht im Nord-Süd-Magazin INKOTA-Brief, 12/2010

In einem Mangrovenwald am Indischen Ozean portraitiert der britische Gotograf Peter Caton die ersten Opfer des Klimawandels – Inselbewohner, die durch steigendes Wasser und Zyklone vertrieben werden