Stadt | Christina Felschen

Stadt | Christina Felschen

Krokodilleder und Straßenstaub

veröffentlicht im SÜDLINK, dem Nord-Süd-Magazin von Inkota, 06/2012, S. 34-35 >>

Koloniale Mimikry verwirrt und provoziert – bis heute. Die kongolesischen Sapeure haben die belgische Kolonialmacht imitiert – und wurden unterdrückt. Mimikry galt als Widerstand; beim Blick in den Spiegel grauste es den Herrschern vor sich selbst. In der SAPE-Bewegung lebt das Spiel mit den Identitäten fort und bekommt im europäischen Exil eine neue Bedeutung.

Freiheit zu verkaufen

veröffentlicht im ARTE-Magazin, April 2011 >>

Die Pioniere des 21. Jahrhunderts suchen ihr Glück nicht mehr im Wilden Westen oder auf der Route 66, sondern auf der Hohen See. „Seasteads“ heißen die schwimmenden Kolonien, auf denen der Amerikanische Traum noch möglich scheint.

Ballett der Bauarbeiterinnen

Kurzrezension veröffentlicht im Nord-Süd-Magazin INKOTA-Brief, 03/2011 >>

Susanne A. Friedel portraitiert starke Frauen in Addis Abeba und verschlägt uns EuropäerInnen die Sprache. Bauarbeiterinnen – gibt es dieses Wort hierzulande überhaupt? Und wer hätte sie sich so vorgestellt?

Papergirl – Kunst zum Verschenken

veröffentlicht bei der Deutschen Welle am 20.7.2010 >> und in einer schlechten englischen Übersetzung ohne Namensnennung am 25.7.2010 >>

Während die US-“Paperboys” die schlechten Nachrichten des Tages bringen, verheißen die “Papergirls” nur Gutes: Sie verschenken Kunst an Passanten. Zurück bleibt Adrenalin – und das Gefühl der Vergänglichkeit

Jukebox und Einschußlöcher

Audio-Slide-Show-Übung für die Lehrredaktion der Ev. Journalistenschule

Die Gaststätte “Wilhelm Hoek” spiegelt 120 Jahre des Berliner Nachtlebens: Hinter einer Wand aus Efeu zelebriert das “Hoek” seinen Dornröschenschlaf – überladen mit Devotionalien aus 12 Jahrzehnten, um die sich kleine Legenden ranken: Wie die Dellen in die Zapfanlage kamen oder wie Rudi Dutschke den Teebeutel unter die Decke beförderte.

Haste mal ‘n Ton?

Radiobeitrag gesendet am 19.4.2010 in der Sendung “Kultur Aktuell” der Deutschen Welle >>, Text veröffentlicht am 20.4.2010 auf dw-world.de >>

Sie verstoßen gegen alle Regeln, provozieren auf Schritt und Tritt und gehen jedes Wagnis ein: Der Berliner Bezirk Neukölln und der US-amerikanische Stimmakrobat David Moss haben vieles gemeinsam. Jetzt auch eine Oper.

Musik in den Häusern der Stadt*

gesendet bei NDR Info, 2009

Verstimmte Gitarren, schiefe Kinderstimmen, quietschende Blöckflöten: Für viele ist Hausmusik ein Genre, das aus gutem Grund hinter verschlossenen Türen bleibt. Nicht so beim Festival „Musik in den Häusern der Stadt“, das noch bis morgen in Hamburg stattfindet: Neben mehreren Unternehmen laden acht Familien zu Hauskonzerten mit professionellen Musikern in ihre Privatwohnungen ein.

Selbstironie als Ritual – Berichtigungen in der taz

Blogeintrag über Mini-Glossen in der taz, 2009

Kleinvieh macht auch Mist, aber doch nicht täglich! Wie ich mir schöne Fehler für den Berichtigungs-Kasten der taz ausdenke und wie anstrengend Selbstironie sein kann, wo sie ritualisiert ist

Da vorne steht ‘ne Ampel

veröffentlicht in der taz vom 29. Juli 2009 >>

Jongleure aus aller Welt verdienen ihr Geld an Berliner Straßenkreuzungen und vervollkommnen ihre Talente quasi nebenbei

Crashtest

veröffentlicht in der taz vom 8. Juli 2009 >>

Die südafrikanische Regisseurin Yvette Coetzee überträgt den rasenden Puls der Großstadt auf die Gliedmaßen der Tänzer. Ihr Stück “Endstation Echtzeit” wird zum Labor der Beschleunigung – bis zum Crash