Portrait | Christina Felschen

Portrait | Christina Felschen

Pinelopis Odyssee

veröffentlicht im DAAD-Magazin Letter, 2019 >> (und in Kurzform auf der DAAD-Website >>)

Als Professor Pinelopi „Penny“ Goldberg sich 2018 als Chefökonomin der Weltbank bewarb, war das nicht ihre erste Bewerbung dort. Dreißig Jahre zuvor hatte sie schon mal um ein Praktikum gebeten – und war abgelehnt worden. Ein Rückschlag, der sie anspornte, und von Freiburg nach Yale und schließlich doch nach Washington brachte.

“Frau Lemper, Marlene Dietrich bittet Sie um einen Rückruf!”

veröffentlicht von der Deutschen Botschaft in Washington D.C. und germany.info, Regie und Schnitt: Wiebke Nauhauser, Cinematographie: CF

Sie war eine internationale Ikone, bekannt für ihr Schauspiel, ihren Gesang und ihren Stil: Marlene Dietrich nahm 1939 die US-Staatsbürgerschaft an und bezog ausdrücklich gegen die Naziherrschaft in ihrem Heimatland Position. 80 Jahre später widmet die deutsche Sängerin und Schauspielerin Ute Lemper, mittlerweile ebenfalls ein Weltstar und in New York zu Hause, Dietrich ein Programm, das durch einen Anruf von der Legende selbst inspiriert ist.

Wilhelmina

produziert für die New York Film Academy

Auf einem Gemüsemarkt in Downtown Manhattan beugt sich eine ältere Dame in Mülltonnen, um den Abfall anderer Leute zu sortieren. Wer ist diese Frau mit deutschem Akzent und dem Namen einer niederländischen Königin? Und was will sie in einer Stadt erreichen, die sich so ans Kaufen und Wegwerfen gewöhnt hat?

Es gibt keine „America First“-Wissenschaft

veröffentlicht im DAAD-Magazin Letter, S. 8-11, Mai 2017 >>

Klimawandel ist eine Lüge und Wissenschaft braucht keinen Austausch: Donald Trump legt die Wahrheit alternativ aus – sehr zum Verdruss von US-Forschern. Ein Gespräch mit der Politologin Beverly Crawford von der Universität Berkeley, die derzeit zu Fake News forscht.

Hummus und Apfelkuchen – dicke Freundschaften in Liesborn-Göttingen

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

Als der Fliegeralarm losging, konnten sich Samer* und Gazi* gerade noch retten, bevor ihr Haus in Trümmern lag. Heute leben Vater und Sohn in Liesborn-Göttingen und fürchten um ihre Familie, die in Syrien zurückbleiben musste.

Verfolgt von den Taliban – Eine afghanische Großfamilie in Liesborn

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

In Deutschland darf Kainat zum ersten Mal seit Monaten wieder zur Schule gehen. Ihre Familie floh aus einem abgelegenden Paschtunen-Dorf, in dem noch immer die Taliban das Sagen haben – und ihr verboten das Haus zu verlassen. In Liesborn finden die elf schnell Anschluss, denn sie sind begeisterte Fußballspieler. Außer die einjährige Sana, die sich lieber auf den Ball setzt als dagegen zu treten.

Verrückt vor Sorge – Syrische Männer in Wadersloh

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

Sulyman ist wütend. Wütend auf sich selbst, weil er nichts tun kann als “schlafen, essen, trinken” – in einem Haus mit 40 anderen Männern voller Sorgen. Und wütend auf die Behörden. Sechs Monate sind seit seinem Asylantrag verstrichen; sechs Monate, in denen seine Frau und seine kleinen Kinder zwischen den Fronten ausharren und auf ein Visum zur Familienzusammenführung warten. Was, wenn der Krieg schneller ist als die Behörden?

­Das erste Weihnachtsfest – Iranische Christen in Diestedde

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

Farkhondeh*, Kurosh und ihre beiden Töchter wurden verraten. Während ihres Urlaubs drangen die Iranischen Revolutionswächter in ihr Haus in Teheran ein und fanden Engelfiguren und Kreuze, Beweismaterial. Als Christen wären sie bei der Einreise sofort verhaftet worden. Ein Schleuser-LKW war ihre Rettung – und wäre doch beinahe ihr Ende geworden.

“Wir wollen kein Asyl, sondern Arbeit” – Junge Albaner in Diestedde

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

Marjeta und ihre Freunde sind keine Flüchtlinge – und haben dennoch Asyl beantragt, weil sie keinen Visumsantrag stellen können. Sie stammen aus einem so genannten “sicheren Herkunftsland”, Albanien, und können jederzeit abgeschoben werden. Um ihre Familie von Krankenhausschulden zu befreien, wollen sie in Deutschland Geld verdienen. Jobzusagen haben sie schon, doch die Arbeitserlaubnis steht noch aus.

Tomohiros Schweigen

Kolumne in der taz, veröffentlicht am 14.3.2013 >>

Ayakos and Tomohiros Haus stand nur 30 Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt, das am 11. März 2011 schlagartig berühmt wurde. Als bereits alle Welt von Fukushima sprach, bereiteten sie noch seelenruhig Reisbällchen zu; erst ihre Kinder aus Tokyo überredeten sie zur Flucht. Nur die Katze blieb zurück – und die Erinnerung an Freunde und Nachbarn, von denen sie nie wieder gehört haben.