Literatur | Christina Felschen

Literatur | Christina Felschen

Plädoyer für einen Journalismus des Respekts

Rezension veröffentlicht im SÜDLINK, dem Nord-Süd-Magazin von Inkota, 03/2013 >>

In ihrem autobiografischen Werkstattbericht hinterfragt die langjährige Reporterin Charlotte Wiedemann das Menschenbild des Auslandsjournalismus. Sie stellt die fünf journalistischen W-Fragen einmal anders: Wie prägen Medien unseren Blick auf die Welt – und damit unser außenpolitisches Handeln? Was macht guten Journalismus aus? Wo liegen die Grenzen unserer Erkenntnis?

Auf die Plätze, fertig, lies!

veröffentlicht in der Welt, in der Welt Online >> und in der Berliner Morgenpost vom 29. Januar 2012

Den Geschäftsbericht im Taxi, den Ulysses in der Mittagspause, diesen Text in einer Minute – wie viel Zeit wir sparen könnten, wenn wir nur schneller lesen würden! Keine Utopie, versprechen Lesetrainings. Selbstversuch einer Skeptikerin.

Die Gedanken sind frei

Rezension veröffentlicht im Südlink, 09/2011 >>

Ein Junge wird durch ein Missverständnis zum politischen Gefangenen und jahrelang gefoltert; bei seiner Entlassung erkennt er sein Land kaum wieder. Harter Tobak – und doch kommt Abbas Khiders Roman „Die Orangen des Präsidenten“ so unfassbar leicht daher.

„Unser Staat spricht eine Fremdsprache“

veröffentlicht im SÜDLINK, dem Nord-Süd-Magazin von Inkota, 09/2011 >>

Als 2010 viele afrikanische Staaten ein halbes Jahrhundert der Unabhängigkeit vom Kolonialismus feierten, stimmten die AutorInnen dieses Sammelbands nicht in den allgemeinen Jubel ein. In Fachartikeln, Reden und Liedtexten bilanzieren sie 50 Jahre neuer Abhängigkeiten

Touristisches Kuriositätenkabinett

veröffentlicht im Nord-Süd-Magazin INKOTA-Brief, 06/2011  >> sowie (Slumtourismus) in der Welternährung 4/2013, S. 9 >>

Bei der Produktion unseres “Tourismus”-Hefts sind wir über ein paar interessante Phänome gestolpert, mit denen wir die ernsthafteren Reportagen auflockern wollten. Drei Mal unnützes Wissen rund ums Reisen: von Balkonien über Soweto bis Verdun.

 

Rouma/Amour – Über die Sprache der Liebe

veröffentlicht in der Silvester-taz 2010 >>

Die vietnamesische Autorin Kim Thúy über die feinen Nuancen von Liebesworten, Erstübersetzung aus dem Französischen von mir.

Rebell im Schafspelz

veröffentlicht im Europäischen Online-Magazin Cafebabel.com, 09/2010, in sechs Sprachen >>

Der Schriftsteller Franzobel hält das konservative Österreich mit seinen satirischen Texten über sexuelle Höhe- und politische Tiefpunkte in Atem. Die Gefangenen der JVA Moabit in Berlin konnte er nicht schockieren; dafür traf er hier auf Hobby-Autoren und romantische Seelen.

Unheimliche Heimat

veröffentlicht in der Regionalzeitung “Die Glocke” (Feuilleton) am Samstag, den 19. Sept. >>

In seinem Debütroman „Mein Himmel brennt“ erzählt Heinrich van der Haar den Ausbruch eines Bauernjungen aus Enge und Elend der Fünfziger Jahre. Ein Anti-Heimatroman, der mit der Idealisierung des Landlebens bricht. Van der Haar zeigt ein Münsterland, in dem die Härte und Machtstrukturen des Nationalsozialismus weiterleben

Riraringelnatz

produziert im Oktober 2009 an der Ev. Journalistenschule in Berlin

Vor 75 Jahren ist der Wortkünstler Ringelnatz gestorben. Seine Geschöpfe sind noch heute quicklebendig. Eine Erinnerung an den Querdenker und Tausendsassa, der sich von niemandem vereinnahmen ließ – schon gar nicht von den Nazis.

Ganse Welt is ferik – Kolonialismus erinnern

veröffentlicht in der taz vom 21. September 2009 >>

Wie können wir die Kolonialzeit erinnern,  wo es doch keine Zeitzeugen mehr gibt? Doch, es gibt sie! Die Kreolsprache “Unserdeutsch” hat in einer ehemaligen deutschen Südseekolonie bis heute überlebt. Nicole Ungers dokumentarische Inszenierung holt die Erinnerung zurück – und verstrickt sich dabei in Nostalgie