Kinder | Christina Felschen

Kinder | Christina Felschen

Verrückt vor Sorge – Syrische Männer in Wadersloh

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

Sulyman ist wütend. Wütend auf sich selbst, weil er nichts tun kann als “schlafen, essen, trinken” – in einem Haus mit 40 anderen Männern voller Sorgen. Und wütend auf die Behörden. Sechs Monate sind seit seinem Asylantrag verstrichen; sechs Monate, in denen seine Frau und seine kleinen Kinder zwischen den Fronten ausharren und auf ein Visum zur Familienzusammenführung warten. Was, wenn der Krieg schneller ist als die Behörden?

­Das erste Weihnachtsfest – Iranische Christen in Diestedde

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

Farkhondeh*, Kurosh und ihre beiden Töchter wurden verraten. Während ihres Urlaubs drangen die Iranischen Revolutionswächter in ihr Haus in Teheran ein und fanden Engelfiguren und Kreuze, Beweismaterial. Als Christen wären sie bei der Einreise sofort verhaftet worden. Ein Schleuser-LKW war ihre Rettung – und wäre doch beinahe ihr Ende geworden.

Was mich eine Sechsjährige lehrt

Wie eine Sechsjährige in einem südafrikanischen Township meine Kamera erobert und meine Vorstellung von Fotografie auf den Kopf stellt. Vergiss die Perspektive!

Kindheit im Neonlicht

veröffentlicht im SÜDLINK, dem Nord-Süd-Magazin von Inkota, 09/2012, S.22-23 >>

In einer indischen Textilfabrik sind dem italienischen Fotografen Alessandro Brasile erschreckende Aufnahmen gelungen: Dort werden minderjährige Mädchen als Zwangsarbeiterinnen gefangen gehalten. Nach außen hin preist die Firma dies als „soziales Engagament“ an.

Nomaden mit Elterngeld

veröffentlicht in der Sonntaz vom 22./23. 10.2011 und auf taz.de >>

Was machen Weltenbummler, wenn sie plötzlich zu dritt sind? Nun, weiterreisen: Ein deutsch-polnisches Journalistenpaar nutzte das Elterngeld für einen Roadtrip ums Schwarze Meer. Das zweite Kind führt sie jetzt nach Mittelamerika

Die Gedanken sind frei

Rezension veröffentlicht im Südlink, 09/2011 >>

Ein Junge wird durch ein Missverständnis zum politischen Gefangenen und jahrelang gefoltert; bei seiner Entlassung erkennt er sein Land kaum wieder. Harter Tobak – und doch kommt Abbas Khiders Roman „Die Orangen des Präsidenten“ so unfassbar leicht daher.

Heim in die Fremde

veröffentlicht im Nord-Süd-Magazin INKOTA-Brief, 06/2011 >>

Etwa 10.000 Menschen verschwinden jedes Jahr ganz plötzlich aus Deutschland, weil sie abgeschoben werden. Ein Kunstprojekt will die Erinnerung an diese “Verschwundenen” zurückholen: Mit einer Einwegkamera haben Kinder ihre Abschiebung in ein ihnen fremdes Land dokumentiert. “Kosovo? Welcher Kosovo?”

Die letzten Tage der Sundarbans

veröffentlicht im Nord-Süd-Magazin INKOTA-Brief, 12/2010

In einem Mangrovenwald am Indischen Ozean portraitiert der britische Gotograf Peter Caton die ersten Opfer des Klimawandels – Inselbewohner, die durch steigendes Wasser und Zyklone vertrieben werden

Unheimliche Heimat

veröffentlicht in der Regionalzeitung “Die Glocke” (Feuilleton) am Samstag, den 19. Sept. >>

In seinem Debütroman „Mein Himmel brennt“ erzählt Heinrich van der Haar den Ausbruch eines Bauernjungen aus Enge und Elend der Fünfziger Jahre. Ein Anti-Heimatroman, der mit der Idealisierung des Landlebens bricht. Van der Haar zeigt ein Münsterland, in dem die Härte und Machtstrukturen des Nationalsozialismus weiterleben

Schnee im Gelee

Glosse veröffentlicht in der letzten Ausgabe des deutsch-französischen Online-Magazins rencontres.de (+2010)

Meine ersten französischen Wörter hießen “beugen” und “strecken”. Doch dass es Französisch war, merkte ich erst viel später – wir schufen unsere eigene Sprache. Eine deutsch-französische Alberei