Frauen | Christina Felschen

Frauen | Christina Felschen

Delhi/Dhanwe, das Recht zu leben

Multimediareportage für die Welthungerhilfe, veröffentlicht zum Launch des Welthungerindex am 11. Oktober 2016 >> oder >> (Ideal auf einem Computer-Bildschirm, auf Handies funtioniert Pageflow nur eingeschränkt.)

Indien hat 84 Dollar-Milliardäre, doch die tun wenig zur Verringerung der lebensbedrohlichen Armut im Land. Indien hat auch Gesetze, die den Ärmsten das Recht auf Leben einräumen, doch in den Dörfern kommt davon wenig an. Im fernen Jharkhand stehen 1.000 Frauen gegen diese Ungerechtigkeit auf. Sie suchen nach 1 kg Reis pro Person, das nicht bei ihnen ankommt. Doch es geht um mehr als nur Getreide – es geht um Respekt.

Made in India – Startups auf dem Land

veröffentlicht im Magazin der Welthungerhilfe, 2/2016, S. 17-19 >>

Indien boomt – und Indien hängt seine jungen Landbewohner ab. Nicht einmal jeder Zehnte hat eine Ausbildung und damit Chance auf eine Stelle. Ein Programm der Welthungerhilfe bringt Wissen, Optimismus und Geld in besonders arme Regionen. Mitten unter den Abgehängten baut sie Ausbildungsinstitute auf, die Tausende junge Leute in Berufen mit Zukunft ausbilden: von der Kaninchenzüchterin bis zum Solartechniker.

Verfolgt von den Taliban – Eine afghanische Großfamilie in Liesborn

Teil der Fotoausstellung “…und plötzlich diese Stille”, ab 20. April 2016 im Rathaus Wadersloh >>

In Deutschland darf Kainat zum ersten Mal seit Monaten wieder zur Schule gehen. Ihre Familie floh aus einem abgelegenden Paschtunen-Dorf, in dem noch immer die Taliban das Sagen haben – und ihr verboten das Haus zu verlassen. In Liesborn finden die elf schnell Anschluss, denn sie sind begeisterte Fußballspieler. Außer die einjährige Sana, die sich lieber auf den Ball setzt als dagegen zu treten.

Die Trümmerfrauen von Rutenderi

veröffentlicht im Magazin der Welthungerhilfe, 1/2016, S. 10-11 >>

Im Süden Ruandas hat der Genozid eine ganze Generation von Tutsi-Frauen zu Witwen gemacht. Im Dorf Rutenderi entkamen 40 Frauen den Mördern, viele als einzige ihrer Familie. Als alleinstehende Frauen hatten sie im Dorf nichts zu sagen – bis sie sich zu einer Anbau-Kooperative organisierten. Seit ganz Süd-Ruanda ihren legendären Ananassaft trinkt, bekommen die Bäuerinnen endlich Anerkennung. Und Mikrokredite.

Weiberwirtschaft – wie zwei Frauen die Südtiroler Bergrettung auf den Kopf stellen

nominiert für den Medienpreis Südtirol 2012, hier als Audiofile >>

Frauen haben bei der Bergrettung nichts verloren – das war Jahrzehnte lang ungeschriebenes Gesetz. Ausgerechnet ein abgelegenes Almdorf befreit sich als erstes von Tabus und Traditionen. Von einer, die die Schwelle überschritt und einer, an der kein Mann mehr vorbeikommt

Ballett der Bauarbeiterinnen

Kurzrezension veröffentlicht im Nord-Süd-Magazin INKOTA-Brief, 03/2011 >>

Susanne A. Friedel portraitiert starke Frauen in Addis Abeba und verschlägt uns EuropäerInnen die Sprache. Bauarbeiterinnen – gibt es dieses Wort hierzulande überhaupt? Und wer hätte sie sich so vorgestellt?

UN-Direktorin: Extreme Ungerechtigkeiten erfordern radikale Lösungen

verbreitet über den Evangelischen Pressedienst (epd), 03/2011 >>

Vor 100 Jahren wurde der erste Weltfrauentag begangen. In diesem Jahr steht der Internationale Frauentag am 8. März unter dem Motto “Menschenwürdige Arbeit für Frauen”. Inés Alberdi, die spanische Direktorin des UN-Frauenfonds befürwortet eine Frauenquote für Führungspositionen in der Wirtschaft: “Extreme Ungerechtigkeiten erfordern radikale Lösungen”.

100 Weltfrauentage, 36400 Männertage

veröffentlicht im Nord-Süd-Magazin INKOTA-Brief, 03/2011 >>

Rote Wäsche als Zeichen des Widerstands, brennende Schleier auf usbekischen Plätzen und ein neues Familiengesetz für die Marokkanerinnen: Seit 1911 hat der Internationale Weltfrauentag wichtige gesellschaftliche Anstöße gegeben, doch er wird auch immer wieder instrumentalisiert und banalisiert. Eine polemische Hommage

Hula ohne Hoop – Hawai’i in Kreuzberg

veröffentlicht in der taz vom 8. August 2009 >> (Text) und in einer TV-Sendung der Evangelischen Journalistenschule (Film)

Im Hula-Tanz versichern sich die Hawaianer ihrer Identität. Er ist ihr Geschichtsbuch, ihre Religion, ihr Bündnis im Widerstand gegen die jahrhundertelange Bevormundung durch die USA. Als eine der wenigen Fremden ist die Namibianerin Monika Lilleike in den Bund der Pazifikinsel aufgenommen worden. Heute erfindet sie die Tradition ihres Meisters neu – am Strand der Spree.

Die Erbin des Krieges

veröffentlicht in der taz vom 8. August 2009 >>

Bosiljka Schedlich hat während der Jugoslawienkriege tausenden Traumapatienten geholfen. Auch sie kommt aus einer kriegsgeschädigten Familie.